Lieber Bernd,

Ich möchte Dir kurz darüber berichten, wie sich seit dem Profiling von Dir und den anschließenden Sitzungen mein Weg weiterentwickelt hat.
Es geht mir sehr viel besser. Gleich am nächsten Tag habe ich die OP abgesagt und habe auch das Cortison weglassen können. Ich hatte einfach das Gefühl, ich brauche es nicht mehr, und so war es auch.

Die Sessions mit mir selbst gestalten sich unterschiedlich, aber überraschend gut. Es macht richtig Spaß, selbst zu arbeiten und zu sehen, dass sich etwas tut. Von außen wird mir gesagt, es sei kaum zu glauben, wie ich mich seit der Beinahe-Aufnahme in die Klinik verändert habe, sehr positiv. Mein Körpergefühl hat wieder zugenommen, der Schwindel hat sehr nachgelassen, auch diese Erschütterungen von innen, die schlimm waren. Sie haben mich ziemlich durcheinander gebracht. Das Zittern meinr Hände ist so gut wie weg, ich kann wieder von Hand schreiben. Mein Gesicht und mein Hals sind wieder etwas "länger" geworden, d. h., die Verkrampfung hat nachgelassen. Ich kann besser sprechen, die Zungenverkrampfung hat auch nachgelassen, und ich kann sogar wieder besser schmecken, was ich esse. Zwischendurch geht es mir schlecht, Kopfschmerzen und Übelkeit, wobei ich nicht weiß, warum das so ist. Wenn es vorbei ist, bin ich immer "wie neu", vielleicht auch nur, weil es gut tut, wenn der Schmerz nachlässt.

Ich mache fast jeden Tag 1 Session. Eine ist mir dabei besonders gut in Erinnerung. Ich habe mit dem Papa meiner KInder gearbeitet, der vor 19 Jahren offensichtlich der Auslöser für den Tumor war. Jedenfalls hat er es in der Innenwelt bestätigt. Zuerst habe ich ihn so bearbeitet, dass er mir versprach, mich nicht mehr zu schlagen. Das gelingt in der Zwischenzeit immer besser, ich scheine überzeugender zu werden (auch in der Außenwelt, aber ohne schlagen). So hatte ich nun also wieder ein besseres Männerweltbild. Nach der Session war ich aber nicht wirklich zufrieden. Ich dachte darüber nach, dass dieses Weltbild in Bezug auf Männer besser war, aber geschlagen und den Tumor auf den Weg gebracht hatte er trotzdem. Das wollte ich so nicht. Also bin ich nochmal rein und habe diesmal nicht zugelassen, dass er mich schlägt, sondern gesagt, er muss jetzt eine andere Lösung finden, das mit mir zu klären. Er fand eine. Er nahm den Sandsack um seine Wut abzureagieren und kam dann zu mir, um mit mir zu sprechen. Klasse! Das war wirklich gut. Ich zeigte ihm zuvor, dass er den Tumor auslösen würde, wenn er mich schlägt (ich habe bei Dir gelernt!). Als ich dann in meinen Symbolraum zurückging, geschah folgendes: Ein Etwas lag vornübergebeugt auf einer Holzbank und richtete sich auf, als ich in den Symbolraum kam. Es war weiß, sah aus wie ein Champignon ohne Hut und war riesig, im Sitzen so hoch wie der Symbolraum selbst. Ich bekam es mit der Angst zu tun. Ich dachte, ich hätte nun irgendetwas ausgelöst, vielleicht schlafende Hunde geweckt oder so ähnlich. Ich drückte aus, was ich fühlte und fragte, ob er mein Tumor sei. Ja, das war er. So fragte ich, ob er denn jetzt gehen könne oder ob er noch etwas brauche. Nein, er brauchte nichts. Er entfernte sich einfach ein Stück, wurde leicht durchsichtig und dann kleiner - bis er ganz weg war. Ich war unglaublich dankbar dafür! Und erleichtert natürlich. Was mich aber störte, war der Symbolraum. Der war immer noch so ein seltsamer Fahrradraum oder so ähnlich. Ich beschwerte mich bei ihm, dass alle Symbolräume sich verändern wenn die Arbeit gut war. Nur er nicht, da stimmt doch was nicht! Plötzlich wurde er zu einem Gewächshaus, lauter grüne Pflanzen darin. Ich schloß die Sitzung ab und hatte ein gutes Gefühl dazu.
Trotzdem macht mich das etwas unsicher. Ich werde sehen, wie sich das weiterentwickelt.
Mir selbst jedenfalls geht es viel besser, das ist maßgebend.

Danke noch einmal für Deine, Eure, Bereitschaft, mir zu helfen. Ohne Dich hätte ich es nicht geschafft! Und ich wußte, dass ich das nur mit Dir konnte.
Dankbare Grüße, auch an Rita. Gabi